Brasilia

Die Strecke Belem – Brasilia war die größte auf unser Reise, die wir innerhalb drei Tagen zurückgelegt hatten. Am Morgen unseres ersten Reisetages sahen wir in den Nachrichten, dass Starkregen und Flut einen Straßenabschnitt der BR-010 zerstört hatte. Dies war genau auf unserer eigentlichen Route. Google Maps behauptete, dass die Strecke befahrbar war. Waze hingegen führte uns einen viel zu großen Bogen via Maranhao (fast schon über Sao Luis).

Somit blieb uns noch die old school Variante: Wir hielten kurz nach Belem an einer Straßenwacht/Polizeirevier und erkundeten uns nach dem Straßenzustand. Uns wurde empfohlen über die Landstraße nach Maraba zu fahren, da die Sanierungsarbeiten noch im Gange waren.

Wir folgten dem Rat und mussten leider unsere nicht-erstattungsfähige Hotelreservierung in Imperatriz (an der BR-010) verfallen lassen. Die Straßenverhältnisse waren insgesamt in Ordnung. Nur ein kleiner Abschnitt am ersten Tag von 30km war sehr löchrig. Die zwei folgenden Fahrtage waren lang, aber unspektakulär, so dass wir Brasilia nach insgesamt 27 Stunden reiner Fahrzeit erreichten – puh 🙂

Brasilia ist eine sehr junge Stadt und erinnert vom Design stark an US Großstädte, insbesondere weist sie viele Parallelen zur Washingon DC Mall auf. Sie wurde scheinbar innerhalb von drei Jahren erbaut und hat wohl auch deswegen viel Charme eingebüßt. Es ist ratsam ein Auto zu haben, da die Sehenswürdigkeiten relativ weit auseinander liegen.

Los ging unsere Besichtigung am Torre de TV, der leider wegen Wartungsarbeiten geschlossen war. Wir versuchten stattdessen am benachbarten Hotel Mercure Brasil Lider auf die Dachterrasse zu kommen, die leider wegen einer privaten Veranstaltung geschlossen war. Es sollte nicht sein mit der Vogelperspektive ;(

Als nächstes besichtigten wir das Estadio Mane Garrincha, welches extra für die WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 erbaut wurde. Obwohl das Stadion gut in Schuss ist, wird es leider sehr wenig genutzt: Das lokale Team Brasilia Futbol Clube spielt in Liga drei und es finden sporadisch Konzerte und Shows statt. Am Freitag konnte man den Innenraum nicht besichtigten, allerdings am Samstag morgen, so dass wir dafür am nächsten Tag wiederkamen.

Die Catedral Metropolitana bietet ein außergewöhnliches Erscheinungsbild sowohl von Innen als auch von Außen und ist wohl die modernste Kirche, die wir je gesehen hatten. Die schwebenden Engel im Hauptsaal wirken wirklich magisch. Nebenan gab es im Museum Nacional eine moderne Skulpturenausstellung eines japanischen Künstlers zu bestaunen.

Weiter ging’s zum Palacio Justicia, zum Pantheon da Patria, zum Präsidentenpalast (Besichtigung nur nach Vorabanmeldung, daher weggelassen) und schlussendlich zum Parlamentsgebäude, wo Brasiliens Legislative beheimatet ist. Hier schlüpften wir noch schnell in lange Hosen, da nur so eine Besichtigung erlaubt war. Diese fand leider auf Portugiesisch statt (keine englischen Touren am späten Nachmittag) und stellte sich als sehr langwierig heraus. Es wurde definitiv zu viel Fokus auf die Kunstwerke innerhalb des Gebäudes gelegt. Die Plenarsäle der beiden Kammern, die sich unter den Kuppeln befinden, welche von außen ein wahrer Augenfang sind, waren dahingegen sehr interessant.

DSC01302

Am nächsten Tag fuhren wir noch zum digitalen Fernsehturm, rund 20km stadtauswärts. Der Zugang war sogar gratis, allerdings ist der Turm viel zu weit von Brasilia entfernt, um die Sehenswürdigkeiten gut sehen zu können. Der aufziehende Regen machte den Ausblick nicht besser ;(

Unser Fazit zu Brasilia: Kann man gut und gerne auf seiner Brasilienreise weglassen!

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