Sao Luis

Der Staat Maranhao, in dem Sao Luis liegt, hat wohl die schlechtesten Straßen Brasiliens. Obwohl die Straßen geteert sind, fällt schnelles Fahren schwer, da Schlagloch auf Schlagloch folgt. Deutsche Feldwege sind definitiv von besserer Qualität 😉

Wir wählten die Route über den Nationalpark Lençois Marahanenses, der an sich schon eine Attraktion darstellt. Leider haben wir hier keinen Stopp eingeplant: Wir passierten ein Meer an Sanddünen zwischen denen sich natürliche Süßwasserseen gebildet hatten und zahlreiche Menschen zum Baden einlud.

Wir erwischten ein schönes AirBnB Apartment zu einem fairen Preis (33USD/Nacht) 25km außerhalb von Sao Luis, im Stadtteil Araçagi. Leider erwischte erst Leo, dann Lothar ein grippaler Effekt, so dass wir uns einen dritten Tag hier ausruhten und das Programm auf’s Minimale herunterschraubten.

DSC00659

Wir starteten unsere Stadttour an der schönen Ingreja de Nossa Senhora do Vitoria und dem davor liegenden Praca Dom Perdo II. Beides sehr lohnenswert zu sehen, und sicherlich einer der Highlights von Sao Luis. Das Museum nebenan (Eintritt R$5) kann man gut und gerne weglassen.

Als nächstes ging es zum Palacio dos Leoes, dem Gouvaneursitz von Sao Luis. Hier gab es ein paar antike Zimmer zu begutachten mit allerlei Porzellan, Mobiliar und Malerei aus Europa. Das Theater Teatro Arthur Azevedo konnten wir kostenlos in Begleitung von einer Mitarbeiterin besichtigen, die unseren Fragen Rede und Antwort stand von sich aus jedoch nicht viel Preis gab 😉

Anschließend ging es noch zum Casa de la Festa, wo es traditionelle Kostüme aus Maranhao und Bilder von lokalen Künstlern zu bestaunen gab (Eintritt frei). Dann stand noch ein kurzer Abstecher im Convento das Merces auf dem Programm, wo es eine Ausstellung zur politischen Historie Brasiliens gab und wir einer Musikgruppe ueber den Weg liefen.

Zum Abschluss besichtigten wir das wenig spektakuläre Reggae-Museum.

Neben der Altstadt sahen wir noch die zwei Strände, an denen man schön spazieren konnte: Den Praia do und den Praia do Meio. Aufgrund der Verschmutzung des letzteren und nicht zuletzt wegen unseren Erkältungen verzichteten wir aufs Baden.

 

Insgesamt waren wir ein wenig enttäuscht von Sao Luis. Es ist schwer nachzuvollziehen warum Stefan Loose die Stadt in seinem Reiseführer als Highlight einstuft. Unserer Meinung nach gerechtfertigt die Menge und Schönheit der Sehenswürdigkeiten die strapazierende Anreise (Straßen!) nicht und wir würden davon abraten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s