Salvador

Wir erreichten am späten Nachmittag die Millionenstadt Salvador, wo ein Friedenskonzert in der historischen Altstadt von Pelourinho statt fand. Es gab Samba Live-Musik und einen großen Menschenandrang zu diesem Gratis-Konzert.

Den ersten Tag in Salvador widmeten wir dem bekanntesten Stadtteil Salvadors, dem Pelourinho, zu deutsch Pranger, welcher einst einer der größten Sklavenumschlagplätze Brasiliens war. Da wir im Stadtteil Tororo in einem AirBnB untergrebacht waren, konnten wir Pelourinho gut fußläufig erreichen. Pelourinho liegt auf einem Hügel und war bis vor 20 Jahren einer der gefährlichsten Stadtteile Salvadors. Heute ist es ein lebendiges Stadtviertel mit Live-Musik und Kleinkunstläden – ein echter Touristenmagnet.

Zunächst ging es auf eine Kirchentour: Als erstes in die ehemalige Franziskanerkirche Sao Francisco, die insbesondere durch ihre blau-weißen Kacheln bestach. Als zweites in die ehemalige Jesuitenbasilika Catedral Basilica, welche mit ihren pompösen Goldverzierungen zu beeindrucken wusste. Zuletzt dann die Dominikanerkirche Sao Domingos .

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Am Praca do Se liefen wir dann einer Capoeira Gruppe über den Weg, welche eine kurze Vorführung zum Besten gab.

Anschließend ging es mit der alten Seilbahn den Berg hinab in die untere Altstadt, wo wir durch den von Kunsthandwerk gespickten Mercado Modelo schlenderten und einen kurzen Blick auf die Bucht warfen.

Dann ging es mit dem meist-photographierten Wahrzeichen der Stadt, dem Elevador Lacerda, zurück hinauf in die obere Altstadt.

Hier hatten wir einen herrlichen Blick auf die Bucht und ergatterten einen Schnappschuss des Salvador-Schriftzuges.

Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch der bekanntesten Tanzgruppe aus Bahia, der Bale Folclorico da Bahia im Teatro San Miguel. Der Eintritt war mit R$60 fair. Das Theater selbst ist klein und schnuckelig und hatte ausschließlich diese Tanzgruppe im Programm. Die einstündige Show beinhaltete die afro-brasilianischen Stilrichtungen Puxada de Rede (Tanz der Fischerleute), Maculele, Capoeira sowie Samba de Roda. Leider waren keine Aufnahmen gestattet, daher ein externer YouTube Link hierzu:

An Tag 2 ging es zunächst in die Stadtteile Boa Viagem und Bonfirm. Im Ersteren besichtigten wir ein altes Fort (Forte de Monte Serrat), das u.a. zur Verteidigung gegen holländische Angreifer diente. Der Blick auf Salvador ist sehr beeindruckend von diesem Punkt und sehr zu empfehlen.

Dann gönnten wir uns eine kurze Abkühlung an der Praia do Boa Viagem, wo wir sauberes und wohltemperiertes Meerwasser vorfanden.

In Bonfirm besichtigten wir schließlich noch die berühmte Wallfahrtskirche Ingreja do Bonfirm. Sie ist geschmückt mit bunten Handbändchen, die den Schriftzug der Kirche tragen. Der Kirche wird eine besondere Heilwirkung nachgesagt und so findet man im Inneren zahlreiche Danksagungen gläubiger, welche den Kampf gegen Krankheiten gewonnen haben.

Zurück in Tororo führte uns ein halbstündiger Spaziergang um den Dique do Tororo wovon man auch gut das WM-Stadion von Salvador sehen konnte.

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Am späten Nachmittag ging es nach Barra zum ältesten Leuchtturm Südamerikas, dem Farol do Barra. Neben einem wunderschönen Ausblick auf den Strand von Barro und die umliegende Bucht umfasst der Leuchtturm noch eine Seefahrtsmuseum. Ein besonderes Highlight stellen die Treppen vor dem Leuchtturm dar: Hier bieten sich an klaren Tagen tolle Blicke auf Sonnenuntergänge über der Bucht.

Am Abend zogen wir zurück nach Pelourinho, um dem Konzert der bekannten Samba Reggae Band Olodum beizuwohnen. Wir hatten ein gutes Timing, da die Band nur einmal pro Woche dienstags um 20Uhr auftritt. Der Eintritt war für brasilianische Verhältnisse nicht günstig (R$70 pro Erwachsener), der Auftritt war jedoch sehr energetisch und somit jeden Cent wert.

Die wichtigsten Instrumente der Band sind die Trommeln, die man auch im Video zu „They don’t care about us“ (Michael Jackson) zu hören bekam. Abwechselnde Frontsänger sorgten dafür, dass die Band pausenlos für exzellente Stimmung sorgten und die Gäste ordentlich das Tanzbein schwangen. Olodum ist übrigens auch die wohl bekannteste Carnevals Band Salvadors. Ein Besuch ist ein Muss, wenn man dienstags in der Stadt ist 🙂

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